Start EU-Diktatur Stromabzocker: Politiker fuer mehr Wettbewerb
Stromabzocker: Politiker fuer mehr Wettbewerb PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ingo Nestler   
Montag, den 29. März 2010 um 15:10 Uhr

Düsseldorf (dpa) - Politiker in Brüssel und Berlin kritisieren die Macht der großen deutschen Energiekonzerne und wollen den Wettbewerb beim Strom deutlich verstärken. Es gibt «längst noch nicht die technische, rechtliche und wirtschaftliche Grundlage für Wettbewerb» auf dem Stromsektor.

So zitiert das «Handelsblatt» am Montag EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sagte dem Blatt, es gehöre zu den Zielen der Bundesregierung, den Wettbewerb im Stromsektor «noch deutlich zu stärken». Dazu müsse der europäische Strommarkt weiter zusammenwachsen, Hemmnisse müssten abgebaut werden.

Europa sei von einem Strom-Binnenmarkt weit entfernt, weil es an Möglichkeiten für den Stromaustausch über Landesgrenzen hinweg mangele, sagte Oettinger. Einzelne Unternehmen hätten daher in ihren Stammgebieten noch immer eine sehr starke Stellung. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) kritisierte, die Stromerzeugung in Deutschland sei noch immer von oligopolistischen Strukturen geprägt.

«Dass der größte Teil der Erzeugungskapazitäten in der Hand weniger Versorger liegt, ist eine der Ursachen für hohe Strompreise», sagte Röttgen. Die vier großen Energiekonzerne Eon, RWE, EnBW und Vattenfall sind nach den Angaben für mehr als zwei Drittel der Erzeugungskapazitäten verantwortlich.

Die Argumentation der Stromkonzerne, Preise bildeten sich längst über Landesgrenzen hinweg, ist auch aus Sicht der Kartellbehörden nicht überzeugend: «Da bin ich sehr zurückhaltend. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass der grenzüberschreitende Stromhandel allenfalls mit Österreich wirklich reibungslos funktioniert», sagte Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt dem «Handelsblatt».

Quelle: boersennews.de

Mein Kommentar: So viel Heuchelei hätte nicht mal ich diesen Handlangern der Energielobby zugetraut. Wenn die Politik wirklichen Wettbewerb wollte, dann sollten sie doch als aller erstes autarke Energiesysteme unterstützen und diese nicht, wie überall zu beobachten ist, sabotieren und boykottieren. Warum sollen alle Bürger/innen gezwungen bleiben ihren Strom aus dem Netz zu bekommen? Autarke Energiesysteme, die es heute schon gibt, machen die Menschen unabhängig von Energieriesen und Politik. Deshalb ist es politisch nicht korrekt, weil die Menschen dann nicht mehr der Kontrolle und Gängelung der Mächtigen unterliegen, sie wären frei und das soll, darf nicht sein!!!

 
Banner
Copyright © 2010 InfoNetzwerk-Gera.de. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.